Die erweiterte Stilisierung für GIS Daten (FDO) bietet vielfältigste Möglichkeiten Geometriedaten in Karten in AutoCAD Map oder im Infrastructure Map Server darzustellen. So ist es auch möglich Linienstile zu definieren, die aus Punkt- und Linienstücken zusammengesetzt sind, aber immer mit einem Linienstück anfangen/enden sollen (und nicht ‘leer’ oder mit einem Punkt).
Das Verhalten der erweiterten Stilisierung ist unterschiedlich zu reinen AutoCAD Linienstilen aus LIN-Dateien.
Astrid Offeroth, unsere Spezialistin aus dem Infrastructure Support hat die Feinheiten der Linienführung aufbereitet.
Auszug aus der AutoCAD Hilfe, die das Verhalten der AutoCAD Linien beschreibt :
AutoCAD adjusts the dash-dot sequence on an individual line so that dashes and line endpoints coincide. The pattern fits the line so that at least half of the first dash begins and ends the line. If necessary, the first and last dashes are lengthened. If a line is too short to hold even one dash-dot sequence, AutoCAD draws a continuous line between the endpoints.
Die erweiterte Stilisierung kann dies nicht genauso umsetzen. Wir können uns über einen kleinen Trick diesem Verhalten annähern.
Der Linienstil sieht z. B. so aus:
Hier sind drei Wiederholungen des Musters zu sehen.
Als Beispiel möchten wir das Muster auf diese grau dargestellte FDO Objektgeometrie anwenden:
Wir würden in diesem Fall folgendes Ergebnis erhalten:
Man erkennt im rot markierten Bereich, dass das Linienmuster mit einer Lücke endet, was manchen feinsinnigen Gemütern nicht gefällt.
Mit der erweiterten Stilisierung gibt es die Möglichkeit ein zweites Symbol zur Liniendarstellung hinzuzufügen – ein Symbol, dass nur einmal am Ende der Linie gezeichnet wird.
Das originale Linienmuster garantiert bereits durch die Definition, dass es mit einem Liniensegment beginnt. Durch das zweite Symbol am Ende wird gewährleistet, dass auch am Ende der Geometrie keine Lücke besteht.
Das zweite Symbol enthält nur einen Strich, der die gleiche Länge wie das Anfangselement enthält. Wenn diese beiden Definitionen überlagert werden, sieht das Ergebnis folgendermaßen aus:
Zur Verdeutlichung wurde das Endsymbol in rot dargestellt, aber natürlich wird es die gleiche Linienfarbe wie das erste Muster haben:
Es sieht nicht ganz so aus, wie ein reines AutoCAD Linienmuster, aber kommt dem doch sehr nahe.
Die XML Definition des zweiten Symbols finden Sie hier. Der grundlegende Unterschied zu ursprünglichen Definition :
· Die Symbolgeometrie beinhaltet nur einen Strich: <Geometry>M 0,0 h -3.175</Geometry>. Die Strichlänge ist 3.175, die gleiche Länge wie die Anfangsdefinition der strich-punktierten Linie . Der Wert ist negative und damit zeigt es nach innen. Man kann diese Länge natürlich auch kürzer machen.
- ·Der ‘Repeat’ Eintrag des ‚LineUsage‘ Elements wurde gelöscht. Es soll nur einmal gezeichnet werden.
- ·Das ‘StartOffset’ Eintrag des ‚LineUsage‘ wurde gelöscht und nur das ‚EndOffset‘ Element behalten. Dies zwingt das Symbol nur am Ende der Linie zu erscheinen.
Man muss nun den ganzen Linienstil bearbeiten. Über das GUI kann dies sehr schnell gemacht werden, indem das zweite Symbol über die abgehängte XML Datei geladen wird. Dies sieht dann folgendermaßen aus:
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